Dafür setzen wir uns ein

Reparieren statt Wegwerfen ist das Ziel der Restart-Party Zürich. Teilnehmende bringen ihre defekten Geräte mit und versuchen zusammen und mit den “Restartern” (Reparaturkundigen) das Gerät zu reparieren. Dabei soll keine Dienstleistung angeboten werden, sonder der Lernprozess steht im Mittelpunkt. 3/4 allen Mülls machen heute elektrische und elektronische Geräte aus. Die Restart-Party Zürich will dazu beitragen, dass dieser giftige Müllberg reduziert wird.

Länger Spass am Eigentum

Die Restart-Party ist auch eine Bildungsveranstaltung: Die TeilnehmerInnen verlieren die Angst davor, selber an den Schrauben ihres Eigentums zu drehen und entdecken dabei, was man alles selber reparieren kann. Eine erfolgreiche Reparatur macht Freude. Es ist einfach schön, wenn das Teil wieder läuft, statt dass man sich davon trennen und einen Ersatz kaufen muss. So hat man Spass bei der Restart-Party und hinterher länger Freude am Eigentum.

Riesige Müllmengen

42 Millionen Tonnen Elektromüll produzieren wir Menschen jährlich weltweit, berichtet die Universität der Vereinten Nationen. In der Schweiz sind es jährlich rund 26 Kilo pro Kopf. Zwar hat die Schweiz ein System zum Sammeln von elektrischen und elektronischen Geräten, aber nicht alle E-Geräte werden über diesen legalen Weg entsorgt.


Und was geschieht mit denen, die brav an einer der 450 Sammelstellen abgegeben werden? Das Herauslösen der verwendeten Materialien ist sehr aufwändig, und so wird ein Teil dieser Geräte verfeuert, um damit Wärmeenergie zu produzieren. Das ist problematisch, denn bei der Verbrennung werden hochgiftige Gase freigesetzt und ebenso giftige Rückstände bleiben übrig. Gelangt davon etwas ins Grundwasser oder in die Luft, ist fertig lustig.


Exportschlager Gift

Noch schlimmer sieht es mit den kleinen E-Geräten aus, die im Hausmüll landen - obwohl auch sie an den erwähnten Sammelstellen abgegeben werden sollten. Weltweit gibt es einen regen Müllhandel und grosse Teile des Wohlstandsmülls landen auf den Halden in Entwicklungs- und Schwellenländern. Dort werden sie oftmals in offenem Feuer verbrannt. Umstehenden Menschen atmen die giftigen Dämpfe ein, Boden und Wasser werden vergiftet.

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